verschiedene Weingläser

Weingläser - welche Formen braucht man wirklich?

Egal, ob es der Einzug in die erste gemeinsame Wohnung ist oder der letzte Weinabend ein wenig zu feuchtfröhlich war und etwas zu Bruch gegangen ist - irgendwann stehen die meisten Weinliebenden unter uns vor der Entscheidung, welche neuen Weingläser sie sich zulegen möchten.

Die Auswahl der verschiedenen Arten von Gläsern kann dabei oftmals erschlagend sein. Nicht nur, dass es unterschiedliche Gläser für Weißwein, Rotwein und Sekt gibt, nein - auch etliche Formen werden mittlerweile angeboten, die den Geschmack von diesem und jenem Wein besonders toll hervorheben sollen. Schnell fragt man sich, ob nun wirklich auch so viele Weingläser angeschafft werden "müssen".

Weingläser Arten im Überblick - die Grundausstattung

Ob es nun nötig ist, für jede Weinsorte das passende Weinglas zu haben, darüber lässt sich streiten. Sicherlich schmecken einige ambitionierte Weintrinker:innen einen Unterschied, aber seien wir mal ehrlich - die meisten unter uns merken diesen vermutlich eher weniger. Um Platz und Geld zu sparen, ist es also alles andere als eine Schande, sich nicht tausende Gläser für die eignen Lieblingsweine zuzulegen. Es empfiehlt sich aber, zumindest mit zwei verschiedenen Arten von Weingläsern für Rot- und Weißwein ausgestattet zu sein. Darüber hinaus sind Sektgläser eine sinnvolle Anschaffung, wenn Mann oder Frau regelmäßig gern einen Schaumwein genießt.

Es gibt drei Komponenten, die sich je nach Sorte des Glases voneinander unterschieden können: Der Fuß soll Sicherheit beim Stand ermöglichen und der darüber liegende Stiel dient dem Halten des Glases. So vermeidet man, dass der Wein im Glas durch die Wärme der Hände seine Temperatur verändert. Das Hauptelement ist der Kelch des Weinglases, in welchen der gute Tropfen hineingefüllt wird. Mit Ausnahme von Sektgläsern füllt man die Gläser bis zur breitesten Stelle, was meist weniger als ein Drittel des Glases ist. Der leere Raum über der Flüssigkeit nennt sich Kamin. Dort sammeln sich Düfte und Aromen, welche vor dem Probieren erschnuppert werden können.

Rotweingläser

Rotwein braucht mehr Platz im Glas als Weißwein, da sich die Aromen vor allem in Reaktion mit Sauerstoff besser entfalten können. Daher sollten die entsprechenden Gläser möglichst dickbauchig sein, sodass die Oberfläche, die mit Luft in Berührung kommt, möglichst groß ist. Auch der Kamin ist groß und mündet in einer weiten Öffnung, sodass sich der Wein sofort über die ganze Zunge verteilen kann. Außerdem lässt sich der Wein so besser im Glas schwenken, was die Duftentwicklung fördert.

Weißweingläser

Weißweingläser sind im Gegensatz zu denen für Rotwein ein wenig kleiner. Der Kelch hat eine geringere Füllmenge, um zu bewirken, dass sich der gekühlte Wein nicht so schnell erwärmt. Der Stiel ist oft ein wenig länger, um einen Temperaturanstieg des Weins durch die Handwärme zu vermeiden. Der Kamin und die Öffnung des Kelches sind eher schmal, denn Weißweine benötigen nicht viel Sauerstoff, um ihren Geschmack zu entfalten. Zudem können so die Gerüche am besten gebündelt werden, ohne zu verfliegen.

Sektgläser

Schaumweingläser für Sekt, auch Sektflöten genannt, sind wesentlich schmaler und höher als Weingläser. Das dient dazu, dass die Oberfläche des Schaumweins möglichst klein gehalten wird. Auch ist so der Weg für die Luftbläschen bis zur Oberfläche weiter, sodass die Kohlensäure nicht so schnell entweichen kann. Und noch ein bisschen Angeberwissen: Viele Schaumweingläser haben einen sogenannten Moussierpunkt, welcher am Boden eingeschliffen wird, damit die Luftbläschen gleichmäßig aufsteigen. 

Universalgläser als Alternative

Wer es nun ganz minimalistisch mag, kann sich tatsächlich auch Universalgläser zulegen, welche so beschaffen sind, dass sich sowohl Weiß- als auch Rotwein gut daraus trinken lässt. Nur für Schaumwein ist die zusätzliche Anschaffung von Sektgläsern dann noch ratsam. Das Universalglas besitzt einen bauchigen, tulpenförmigen Kelch von mittlerem Durchmesser und größerer Höhe. Besonders für noch ungeübte Weintrinker:innen ist die schmale Öffnung sehr zuträglich, in welche die Nase gerade noch hinein passt und die eine intensive Konzentrierung des Duftes befördert.

Weinglasformen für Fortgeschrittene 

Viele Weinliebende investieren früher oder später auch gern mal ein paar Euros mehr in gute Tropfen von höherer Qualität. Gerade dann kann es sich lohnen, auch mal zu einem spezielleren Weinglas zu greifen, welches Farbe, Aroma und Geschmack des guten Weins noch besser zur Geltung bringen kann. Abgesehen von den hier aufgeführten Weingläsern gibt es noch einige weitere. Wir sind allerdings der Meinung, dass man bereits mehr als gut ausgestattet ist, wenn man für Weiß- und Rotweine je zwei verschiedene Gläser besitzt.

Burgunder-Glas

Das Burgunder Glas eignet sich besonders für Weine, die besonders fruchtig und aromatisch sind. Dies sind neben Burgunderweinen zum Beispiel oft auch solche aus der Rebsorte Nebbiolo (Barolo, Barbaresco). Ihre Form ist besonders rundbauchig, sodass sie ein großes Volumen haben und ihr Rand ist leicht gelippt (nach außen gebogen). So wird der Wein zunächst auf die Zungenspitze geleitet und die Fruchtigkeit sowie Süße des Weins betont.

Bordeaux-Glas

Kräftige und eher gerbstoffreiche Weine fühlen sich in Bordeaux-Gläsern am wohlsten. Auch diese sind bauchig, sodass genügend Fläche der Flüssigkeit mit Sauerstoff in Berührung kommt und sich die Aromen entfalten können. Der Kamin ist hoch, damit genügend Platz zum Schwenken des Weins bleibt und sich der Geruch optimal entwickeln kann. Vor allem Weine aus Südfrankreich oder Chianti werden aus diesem Glas getrunken.

Riesling-Glas

Jüngere und eher säurereiche Weißweine kommen am besten in sogenannten Riesling-Gläsern zur Geltung. Sie haben einen tulpenförmigen Kelch und einen gelippten Rand. So kommt zunächst die Süße des Weines besonders zum Vorschein. Die Form des Randes begünstigt nämlich, dass der Wein zuerst mit der Zungenspitze in Berührung kommt, die besonders empfindlich für süße Geschmäcker ist. 

Chardonnay-Glas

Weißweine mit eher weniger Säure, allerdings auch halbtrockene und süße Weine, werden am besten aus einem Chardonnay-Glas getrunken. Der Kelch ist breiter und eiförmig. Er leitet den Wein beim Trinken auf die Mitte der Zunge. So intensivieren sich die Säure und würzige Aromen - der Wein wirkt lebendiger.

Falls euch das noch nicht genug Gläser waren: In unserem Artikel zur Weißweinschorle oder auch zu Sherry könnt ihr noch außergewöhnlichere Weingläser entdecken! 😉 

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