Was sind eigentlich Sulfite im Wein?

Was sind eigentlich Sulfite im Wein?

Was sind Sulfite? Wie kommen sie in den Wein? Und wofür werden sie benötigt?
Bekomme ich davon Kopfschmerzen und gibt es auch Wein ohne Sulfite?

-> In diesem Artikel findest du alle Antworten auf diese Fragen! 

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Inhaltsverzeichnis

Was sind Sulfite und wie kommen sie in den Wein?

Bekomme ich von Sulfiten im Wein Kopfschmerzen?

Sulfite - Allergie

Gibt es Wein ohne Sulfite?

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Was sind Sulfite und wie kommen sie in den Wein?

Sulfit bzw. Schwefeldioxid wurde schon von den alten Griechen verwendet, um Lebensmittel haltbar zu machen und ist in fast jedem – auch veganem! – Wein enthalten. Der Grund dafür ist, dass Schwefel antimikrobiell und antioxidativ wirkt. Sulfite verhindern also, dass der Wein weiter gärt und zu schnell oxidiert. Dadurch wird die Lagerfähigkeit des Weines erhöht und der Geschmack des Weines erhalten. Durch den Einsatz von Schwefel wird also verhindert, dass ein hochwertiger Bordeaux nur noch schmeckt wie ein überlagerter Weinessig, da dieser teilweise Jahrzehnte lagert, um so hochwertig zu werden. 

      Fässer   Zucker 

Sulfite werden an verschiedenen Positionen der Weinerzeugung eingesetzt. Zum einen wird das frisch geerntete Traubengut geschwefelt, um die unkontrollierte Gärung und den damit einhergehenden Verlust der Aromen zu verhindern. Darüber hinaus wird Schwefel verwendet, um den Gärprozess im Fass oder Tank zu beenden. Das ist vor allem bei Weinen notwendig, die eine gewisse Restsüße behalten sollen, weil die Gärung durch die Hefe normalerweise erst beendet ist, wenn der komplette Zucker in Alkohol umgewandelt ist. Durch das Hinzufügen der Sulfite wird der Gärprozess vorzeitig beendet und somit der Restzucker erhalten. 

Bekomme ich von Sulfiten im Wein Kopfschmerzen? 

Kopfschmerzen

Die Antwort darauf lautet in den meisten Fällen: Nein. Nicht die Sulfite sind die Ursache für deine Kopfschmerzen, sondern in der Regel schlichtweg der übermäßige Alkoholkonsum. Sulfite sind per se nicht gesundheitsschädigend und rufen somit auch keine Kopfschmerzen hervor.

Im Gegensatz zu den Sulfiten können die im Wein enthaltenen Histamine jedoch durchaus förderlich für Kopfschmerzen sein. 

Generell sollten Menschen ihren Alkoholkonsum im Auge behalten, die häufig unter Kopf- und Gelenkschmerzen leiden. Das hängt allerdings weniger mit den darin enthaltenen Sulfiten zusammen, sondern mehr mit dem Verzehr von Alkohol an sich. Dieser wirkt dehydrierend und belastet den Körper und seine Organe zusätzlich. 

Sulfite - Allergie 

Hier wird eigentlich von einer Sulfit-Unverträglichkeit gesprochen und nicht von einer Allergie, weil bei einer Allergie bereits geringe Mengen ausreichen, um allergische Reaktionen auszulösen. Nur in seltensten Fällen konnten echte allergische Reaktionen beobachtet werden. Lediglich bei 10 Prozent der als Asthmatiker:innen eingestuften Personen zeigen sich gesundheitliche Auswirkungen. Es kann zu pseudo-allergischen Reaktionen kommen darunter verstärkte asthmatische Symptome und Kopfschmerzen. Seltener treten Juckreiz, Schwellungen an Händen und Füßen und in den seltensten Fällen anaphylaktische Reaktionen mit Kreislaufproblemen auf. 

Gibt es Wein ohne Sulfite?

Auch hier lautet die Antwort: Nein. Da Schwefel beim Fermentieren von Wein auf ganz natürliche Weise entsteht, gibt es keinen schwefelfreien Wein. Man unterscheidet aber zwischen diesem Schwefel und dem, der dem Wein zusätzlich hinzugefügt wird. Dadurch gibt es zwar keinen schwefelfreien, aber ungeschwefelten Wein. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch, dass selbst Weine, denen keine Sulfite hinzugefügt wurden, den Grenzwert von 10 mg/l überschreiten und aus diesem Grund kennzeichnungspflichtig sind. Auf dem Etikett muss dann seit 2005 "Enthält Sulfite" zu finden sein, da in der Richtlinie zur Lebensmittelkennzeichnung die Kennzeichnung allergener Inhaltsstoffe EU-weit vorgeschrieben ist.
Bio Anbau

Bezüglich der im Wein enthaltenen Schwefelwerte wird auch noch einmal zwischen Wein aus biologischem Anbau und biodynamischem Wein unterschieden. 

Bei biologischen Weinanbau wird sich an einem Maximalwert orientiert, der unter dem des Gesetzes liegt und bei biodynamischen Weinen ist dieser Grenzwert noch mal niedriger. 

Im Kontext des "vin natural", Natural Wine und Naturwein ist das Ziel, dem Wein gar keinen zusätzlichen Schwefel hinzuzufügen. 

 

 

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