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Barriquefässer

Barrique-Weine – die köstlichen Tropfen aus dem Holzfass

Immer öfter liest und hört man von Weinen, die „im Barrique ausgebaut“ oder „im Barrique gereift“ sind. Was das bedeutet, wissen zunächst die Wenigsten.

Expert:innen hingegen erkennen oft schon am Geruch eines Weines, ob es sich um einen Barrique-Wein handelt oder nicht und beschreiben den Einsatz eines Barriques wegen seiner Komplexität als eine Kunst.

Doch was genau versteht man unter einem Barrique und wie schmeckt ein Barrique-Wein?

Inhaltsangabe:

 

Was ist ein Barrique-Wein?

Zunächst gilt zu klären, was ein „Barrique“ ist. Der aus Frankreich stammende Begriff „Barrique“ bedeutet übersetzt „Fass“. Es handelt sich hierbei grundlegend um ein Eichenholzfass. Barrique-Wein wird also ein Wein genannt, der in einem solchen Fass gereift und gelagert wurde.

Ein klassisches Barrique (auch: Barriquefass) hat ein Fassungsvermögen von 225 Litern, allerdings werden heutzutage auch kleinere Eichenfässer verwendet. Bis zu einem Volumen von 350 Liter gilt ein Weinfass aus Eichenholz als Barrique.drei Barriquefässer

Aber Achtung: Barrique-Wein ist nicht gleich Barrique-Wein!

Seit geraumer Zeit ist es im Gebiet der EU erlaubt, auch in Edelstahlfässern gereifte und nur mit Holzchips versetzte Weine als Barrique-Weine zu bezeichnen. Das liegt vor allem an wirtschaftlichen Aspekten wie Materialkosten, aber auch am generell niedrigen Baumbestand, welcher die Herstellung von Barriquefässer erschwert.

Solltest du Wert darauf legen, einen Wein zu trinken, der in einem "echten" Barrique gereift ist, solltest du dich immer über dessen Herkunft und Herstellungsform informieren.

Tipp: Sind deutsche Qualitäts- und Prädikatsweine mit dem Begriff Barrique gekennzeichnet, ist es aufgrund rechtlicher Bestimmungen sicher, dass dieser zu mindestens 75% im Fass ausgebaut wurde.
Die Lagerung und Reifung von Wein in einem Barrique ist längst nicht der einzige Verwendungszweck eines Barriquefasses. Schon länger werden auch andere alkoholische Köstlichkeiten wie Whiskey und Bier in solchen Fässern ausgebaut, um eine besondere Aromatik der Getränke zu erreichen.

 

Rotwein oder Weißwein? – Was kommt ins Barriquefass?

Generell kann sowohl Rotwein als auch Weißwein im Barrique ausgebaut werden.

Das Ziel der Verwendung eines Barriquefasses ist, dem Wein Geschmacksnoten hinzuzufügen und ein komplexes Aroma zu schaffen. Deshalb eignen sich häufig nur körperreiche und kräftige Weine als Grundlage. Wenn der Wein ausreichend Säure und Tannin besitzt, kann sich das Holzaroma des Fasses äußerst positiv auf den Geschmack auswirken.

Durch die abgegebenen Aromen sind sehr fruchtige Weine mit geringem Alterungspotenzial weniger für einen Ausbau im Barrique geeignet. Bei diesen Weinen kann es passieren, dass der Weingeschmack von den Holznoten übertüncht wird.

Das ist der Grund, warum mehrheitlich Rotweine wie Dornfelder oder Zweigelt im Barrique gereift werden und Weißweine eher die Ausnahme bilden. Dennoch findet man, wenn auch eher selten, Silvaner oder Chardonnays, die den Namen Barrique-Wein tragen.Rotwein und Weißwein

Tipp: Unser Weißwein „Glück auf Küwee – Weiß" ist perfekt für alle die es erfrischend und leicht fruchtig mögen! 

Der Geschmack eines Barrique-Weins 

Barriquefässer erfüllen vornehmlich die Aufgabe, den Geschmack des Weines durch zusätzliche Aromen zu verändern. Dies geschieht durch die abgegebenen Gerbstoffe aus dem Eichenholz, aus dem das Fass gebaut wurde. Der Wein bekommt dadurch nicht nur einen holzigen Geruch und Geschmack, sondern auch weitere Nuancen finden so ihren Weg in den Wein.

Einige dieser Nuancen sind dabei typisch für einen Barrique-Wein und erste Indikatoren für einen Ausbau im Eichenfass.

Weitere Klassische Barrique-Aromen sind:

  • Vanille
  • Karamell
  • Kaffee
  • Schokolade
  • Gewürznelke
  • Tabak
  • Rauchige Noten

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Der Einfluss des Barriquefasses

Ob und wie intensiv sich diese Aromen in einem Barrique-Wein entfalten können, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  1. Die Holzart

Welche Eichenholzart wurde genau verwendet? Die Wahl des Holzes, aus dem das Barrique hergestellt wird, beeinflusst den Geschmack des Weines maßgeblich. So sagt man, dass eine französische Eiche dem Wein subtilere Geschmacksnoten verleiht, während beispielsweise eine amerikanische Eiche für kräftigere Geschmacksnoten bekannt ist.

  1. Die Verwendungsdauer
Ein Barrique wird nicht selten mehr als einmal verwendet. Wenn ein Barriquefass erstmals befüllt wird, wird dies als „Erstbelegung“ bezeichnet. Oft werden Eichenfässer zwei- bis dreimal „belegt“.
Bei der Erstbelegung des Fasses ist die Geschmacksabgabe vom Holz zum Wein am stärksten. Bei mehrmaliger Verwendung wird die Geschmacksabgabe geringer und die Geschmacksnuancen lassen sich präziser steuern.
  1. Das Toasting
Der Begriff „Toasting“ beschreibt das Flämmen des Holzes auf der Innenseite des Eichenholzfasses. Durch die Stärke und Dauer des Ausbrennungsvorgangs kann bestimmt werden, wie intensiv spezifische Geschmacksnuancen an den Wein abgegeben werden.
Bei einem schwachen Ausbrennungsvorgang werden vornehmlich holzige Noten an den Wein abgegeben. Je intensiver das Toasting, desto komplexere Aromen wie Vanille, Kaffee und Rauch sind möglich.
  1. Die Größe

Auch die Größe eines Barriquefasses ist wichtig für den Geschmack des Weins. Kleinere Weinfässer haben auf der Innenseite eine größere Kontaktfläche zum Wein als der Wein in einem großen Barriquefass. Durch diesen Kontakt ist die Abgabe der Nuancen an den Wein in kleineren Fässern wesentlich ausgeprägter.

Unabhängig von diesen Faktoren steht die Aromatik eines Barrique-Weines auch mit seinem oxidativen Ausbau im Zusammenhang. Da der Wein sich in einem Holzfass befindet, kommt er minimal in Kontakt mit der umgebenden Luft. Dieser geringe Sauerstoffaustausch ermöglicht eine gute Reifung des Weines und verleiht ihm einen leicht süßen Geschmack.Weingläser auf einem Barriquefass

 

Die Geschichte des Barrique-Weins

Wie die Wortherkunft verrät, stammen die Barrique-Weine aus Frankreich. Genauer gesagt aus dem heute sehr bekannten Weinort Bordeaux, wo das Barriquefass schon im neunzehnten Jahrhundert verwendet wurde.

Zu dieser Zeit diente das Eichenholzfass ausschließlich zur Lagerung und zum Transport des Weins. Die seit 1866 festgeschriebene Größe eines Barriquefasses von 225 Litern, hängt vor allem damit zusammen, dass das Fass damit eine praktische Größe zum Transport hatte. Es konnte so von nur einer Person von A nach B gerollt werden und mit zwei oder mehr Personen war es leicht anzuheben. Auch zur Lagerung des Weins wurde das Barriquefass genutzt. Schon damals stellten die Franzosen fest, dass der Wein sich dort besser hält als in anderen Transportfässern.

Mehr oder weniger aus Zufall entdeckte man Jahre später die aromatischen Veränderungen des Weins, durch den Ausbau im Barrique.

Schnell setzte sich das Barrique gegen jede andere Art von Weinfässern durch und wurde zum Standardmaß. Auch heute werden in Bordeaux noch viele Barrique-Weine ausgebaut, aber auch in vielen anderen Ländern auf der Welt haben die Menschen das Reifen von Wein im Barrique übernommen und perfektioniert.

 

Aus dem einstigen Fass, das vor allem wegen seiner praktischen Eigenschaften verwendet wurde, entwickelte sich eine „Kunst des Weinausbaus“.

 

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