„Dat Schönste am Wein ist dat Pilsken danach!“, so fabulierte damals Jürgen von Manger. Aber wir schreiben heute ein neues Jahrtausend, statt Kohle fördert das Ruhrgebiet Kultur, es ist grün hier, wir können die Wäsche draußen zum Trocknen aufhängen und wie Frank Goosen sagen würde: „Wir haben auch fließend Wasser!“. Punktum, die Zeiten haben sich gewandelt, so auch der Genuss und somit kann man heute fabulieren: „Dat Schönste am Wein ist ein weiterer Wein“, denn die Welt des Weines ist eine der spannendsten Passionen, die es gibt.

Also haben wir uns auf den Weg gemacht, Deutschlands größte Metropolregion, das Ruhrgebiet, mit der Begeisterung für Wein anzustecken, damit man vergorenen Traubensaft gleichrangig neben Hopfenbräu an der Theke bestellen kann, man im Fußballstadion nicht nur Bier trinken muss, zur Currywurst nicht automatisch das Helle-Blonde gereicht wird und vor allen Dingen, wenn man dann hier einen Wein bestellt, dass nichts Essigsaures ins Glas kommt, das die Magenschleimhautwände verätzt und beim ersten Nippen schon Kopfschmerzen bereitet.

Cuvée zwischen Kohle und Stahl

Nun ist das Ruhrgebiet nicht gerade dafür bekannt, eine Weinregion zu sein. Zwar findet man einheimische Biere und Liköre zu Hauf, doch gute Weine sucht man vergeblich. Und auch wenn die lokalen Spezialitäten von noch so großer Braukunst und gutem Geschmack seien mögen, so bleibt doch eine klaffende Lücke zurück. Aus diesem Grund haben wir es uns zum Ziel gemacht, diese Lücke zu füllen und die Weine kreiert, die zwischen Zechenkultur und Budenzauber die Menschen zu begeistern vermögen!

Wir standen bei der Umsetzung der Idee des Weins für das Ruhrgebiet jedoch vor einem Problem, denn die nötigen Trauben bevorzugten leider doch andere Orte, um zu gedeihen. Doch diese Hürde wurde schnell überwunden und wir suchten uns Unterstützung bei den Winzern unseres Vertrauens. Durch die „Weine vor Freude“ Weinmesse und unsere „Wine Thursdays“, konnten wir auf ein großes Netzwerk an erfahrenen Weinbauern zurückgreifen.

Ein Bauplan für die perfekten Weine

Lange wurde getüftelt und geforscht. Was sollte den Geschmack des Weins für das Ruhrgebiet ausmachen und woraus sollte er sich zusammensetzen? Gesucht waren Weine, die zu den Bedürfnissen der Menschen hier passen. Ob zur Currywurst, oder zum Entrecôte, der Wein muss schmecken! Ebenso unkompliziert wie schon sein Name – Glück Auf Küwee – sollte er sein. Nach langen Tagen und kurzen Nächten wurden wir uns dann schließlich des Geschmacks einig. Eigens von uns cuvertiert, sprich aus unterschiedlichen Weinen zusammengestellt um den gewünschten Geschmack zu erhalten, enstanden so die finalen Weine.

  • Ein Weißwein, zusammengesetzt aus den Rebsorten Müller-Thurgau und Silvaner des Winzers Jürgen Graf vom Weingut Grafvon Weyher in der Pfalz.

 

  • Ein Rotwein, bestehend aus den Rebsorten Portugieser und Spätburgunder des Weinguts Peth-Wetz in Rheinhessen.

 

  • Ein Secco, entstanden aus den Rebsorten Weißburgunder und Kerner des Winzers Henrik Schweder vom Weingut Schweder in der Pfalz.

 

  • Und nicht zuletzt ein Rosé, erschaffen aus den Rebsorten Portugieser und Spätburgunder des Winzers Daniel Schmitt vom Weingut Schmitt in Rheinhessen.

 

Die Vollendung der Küwee

Doch leider reicht ein köstlicher Wein alleine nicht, wenn es keine Menschen gibt, die ihn trinken. Und so trägt Weine vor Freude die Glück Auf Küwee von Anfang an hinaus in die Welt. Finanziert werden soll die Produktion des Ruhrpott-Weins nämlich durch eine Crowdfunding-Kampagne. Anfang April soll diese initiiert werden und der Wein im Rahmen des Wine Thursday am 07. April der Öffentlichkeit dargeboten werden. Wer diese geschichtsträchtige Stunde miterleben will, sollte sich also schnell ein Ticket für das Event sichern! Ticktes gibt es hier.