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Weinberge im Herbst

Weinlese – die wichtigste Zeit des Weines

Die Tage werden allmählich kürzer, die Temperaturen sinken, der Wind weht, die Farben werden wärmer und die Stimmung wird gemütlicher – der Herbst begrüßt uns. Für die Winzer:innen ist dies der Höhepunkt des Jahres, denn mit dem Herbst beginnt auch die Weinlese. Doch was genau ist diese "Weinlese"?  Was muss beachtet werden? Wie können Weinliebende ein Teil davon werden? Dieser Artikel gewährt euch einen kleinen Einblick in die wichtigste Weinzeit des Jahres.

Wer einen ganz aktuellen Einblick in die Weinlese 2021 bekommen möchte, kann gern mal in unserer Galerie vorbei schauen. Dort haben wir eine Menge Fotos der Weinlese in der Pfalz und Rheinhessen zusammengetragen.

Was ist die Weinlese? 

Traubenernte in der Kiste

Die Weinlese, auch Traubenlese oder schlicht Lese genannt, ist für die Trauben das, was für alle anderen Nutzgewächse die Ernte ist und beginnt in Deutschland im Herbst oder Frühherbst jeden Jahres. Der Name Weinlese leitet sich aus dem „Lesen der besten“ Trauben ab, also demnach jenen, die reif sind. Die Traubenernte ist die erste von vielen Phasen der Weinherstellung, beginnt ungefähr Mitte September und kann sich bis November hinziehen. Mittlerweile beginnen die Winzer:innen aufgrund der lang anhaltenden Hitze auch schon Anfang September mit der Ernte. Die Früchte können bei zu hohen Temperaturen platzen und werden dadurch unbrauchbar für die Weinproduktion. Die Lese zieht sich bis in den Dezember oder sogar Januar, wenn nach den ersten starken Frösten die Trauben für die Spätlese und den Eiswein geerntet werden. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt, denn dort wird zwischen Ende Februar und April geerntet.

Warum ist der Zeitraum der Ernte so groß?

Die Winzer:innen benötigen eine ausgezeichnete Intuition und müssen ein gutes Gespür für ihre Trauben entwickeln, um das Bestmögliche aus der Ernte herauszuholen. Die verschiedenen Reifezeiten der unterschiedlichen Traubensorten sind der Grund für den langen Zeitraum der Weinlese. Das Wetter ist auch ein wichtiger Faktor, denn bleibt es bei moderaten Temperaturen sonnig und trocken, kann die Ernte weiter hinausgezögert werden, um einen noch besseren Wein zu erhalten. Sollte es allerdings viel regnen, muss frühzeitig mit der Lese begonnen werden, um die Verfaulung der Trauben zu verhindern. 

Wie werden die Trauben geerntet?

Handlese roter Trauben

Die Lese im Weinberg wird traditionellerweise manuell vorgenommen, wobei die Trauben mit der Hand abgeschnitten werden. Diese Handlese ermöglicht es den Winzer:innen, nur die reifsten, gesunden und besten Trauben abzuschneiden, also „auszulesen“. Die Qualität des Weines wird durch diesen Vorgang gesteigert und ist gleichzeitig namensgebend für die besonderen Auslese-Weine der Qualitätsstufe Q.m.P. ("Qualiätswein mit Prädikat").
Die geernteten Beeren werden in Eimern oder Behältern (Bütten) aus Holz oder Kunststoff gesammelt und auf dem Rücken getragen. Dieses Verfahren ist überaus zeitaufwendig und kräftezehrend, hat aber den Vorteil, dass die Trauben schonend behandelt werden und somit wenig bis gar keinen Schaden beim Transport erleiden müssen.

ErntemaschineHeutzutage findet die Weinlese oft maschinell statt und es kommen sogenannte Traubenvollernter zum Einsatz. Das sind Maschinen, die über die Reihen der Rebstöcke hinwegfahren und die Trauben durch Klopfen oder Rütteln entfernen. Sie werden dann über ein Förderband automatisch in einen Auffangbehälter geleitet. Die maschinellen Erntehelfer verrichten ihre Arbeit um einiges schneller als ein Mensch, allerdings geraten dabei auch Laub und Äste ins Lesegut, die dann entfernt werden müssen.

Wie können Weinliebhaber:innen Teil der Weinlese werden?

Jedes Jahr während der Weinlese bieten verschiedene Weingüter in den Weinanbaugebieten des Landes (z.B. Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Franken oder auch Baden-Württemberg) die Möglichkeit an, bei der Ernte zu helfen. Die Helfer:innen lernen dabei sehr viel über Wein und erhalten einen tiefen Einblick in das Leben von Winzer:innen. Der Ausblick ist atemberaubend schön und verzaubert jedes Jahr viele Besucher:innen. Meist wird die gesellige Weinlese mit einer anschließenden Verkostung und einem deftigen Abendessen abgerundet.

Wer sich allerdings einfach erholen und den kulinarischen Köstlichkeiten hingeben möchte, kann sich in einem Winzerhof eine kleine Ferienwohnung oder ein Zimmer mieten. Hier sind die Besucher mitten im Geschehen und können entweder Rad- oder Wandertouren machen oder auf eigene Faust das Gebiet erkunden. Am Abend wird der Besuch eines der wunderschönen Weinlesefeste wärmstens empfohlen – hier gibt es die ersten Federweißer, deftiges Essen und Livemusik in einem wundervollen und entspannten Ambiente.

Anstossen mit Wein

Hier ein paar Tipps und Anregungen, wo es hingehen könnte:

  • Hier finden sich Informationen, wo es zur Weinlese am Kaiserstuhl hingehen könnte 
  • Wer bei der Weinlese an der Mosel mithelfen möchte, wird vielleicht auf dieser Seite fündig. Auch andere Urlaubsziele in Weinregionen kann man dort finden.
  • Ferienweingüter mit Unterkünften finden sich hier

Ganz gleich, worauf die Entscheidung fällt: Es wird ein goldener Herbst!

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