Was will ich werden? Diese Frage stellt sich jeder mindestens einmal im Leben.  Schaut man auf seine Wunschberufe in der Kindheit zurück, standen dort vermutlich Berufe wie  Feuerwehrmann oder Tierärztin ganz oben auf der Präferenzliste.  Nach ein paar Jahren hat man aber  vielleicht doch gemerkt hat, dass diese Berufe eher nichts für einen sind.

Heute möchten wir euch drei junge Damen vorstellen, die auch einmal vor dieser Frage standen und sich dafür entscheiden haben, einen eher untypischen Frauenberuf zu wählen und Winzerinnen zu werden.

Die erste im Bunde ist Hannah Iberer. Sie ist seit 2014 Auszubildende am Staatweingut mit Johannitergut in Neustadt.  Die ursprüngliche Bochumerin sagt selber: „Das Interesse zu dem Beruf fing mit der Liebe zum Wein an.“  Ihre Eltern erworben 2010 einen kleinen Weinberg in Norditalien. In der Sonne Italiens wuchs in ihr der Wunsch, ihren eigenen Wein herzustellen. Als Quereinsteigerin hat sie sich für eine klassische betriebliche Ausbildung entschieden. Dadurch hat sie die Möglichkeit die Entstehung des Weines das ganze Jahr mitzugestalten. Die Entwicklung von Weinen hautnah mitzuerleben fasziniert sie am meisten am Winzer sein.

Einen anderen Weg hat Melanie Pfeffer eingeschlagen. Sie belegt den dualen Studiengang „Weinbau und Önologie“ in Neustadt an der Weinstraße mit dem Weingut Isegrim Hof als Ausbildungsstätte.  Das Winzerinnen Sein wurde ihr schon in die Wiege gelegt, denn auch ihre Mutter ist Winzerin im Nebenerwerb. Als sie wie viele nach dem Abitur vor der Entscheidung stand was sie jetzt tun soll, war ihr bewusst, dass sie einen Beruf in der Natur wählen möchte. So entschied sie sich ebenfalls Winzerin zu werden. Ihre Naturverbundenheit spiegelt sich auch in der Wahl ihres Ausbildungsbetriebs wieder, der sich dem Aspekt des biologischen Weinanbaus gewidmet hat.

Die letzte im Trio ist Melissa Rein.  Sie machte ihr Hobby zum Beruf. Als „Weinprinzessin“ tritt sie im Jahr 2010 das duale Studium Weinbau und Önologie am Weincampus Neustadt an. Im Studium erkannte sie schnell, dass Weine für sie nicht nur bloße Produkte sind, sondern Emotionen in Flaschen eingefangen. Eine besondere Leidenschaft entwickelte  sie für Rotweine, denen sie auch ihre Bachelorarbeit zur Thematik Maischegärtechnologie gewidmet hat. Mit ihrem Mann startete sie 2013 ihren Traum vom eigenen Weingut und gründete das Weingut Bender.

Diese drei Frauen nehmen die körperlichen Anstrengung gerne in Kauf, die das Winzerinnen Dasein mit sich bringt. Sie haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Für sie gibt es nichts Schöneres als eine Flasche zu öffnen und  zu wissen, dass sie an der Entstehung mitgewirkt haben. Dieses Gefühl und die Naturverbundenheit machen den Beruf Winzerin zu ihrem ganz persönlichen Traumberuf.