In den letzten Tagen haben wir auf unserer Facebook-Seite ordentlich Propaganda für den Wine Thursday gemacht. Doch was ist das denn überhaupt? Hier und jetzt gibt es die Antwort:

Surprise, surprise: es geht ums Wein trinken! Aber es geht nicht einfach nur ums Wein trinken, sondern um eine gemütliche Weinprobe, um Gespräche, Geselligkeit und den angenehmen Austausch mit dem Tischnachbarn, wobei der Gesprächsstoff der Wein selbst ist. Der Wine Thursday steht für Genuss, eine familiäre Atmosphäre, exzellente Weine, tolle Gespräche und ganz viel Spaß! Eingeläutet haben wir diese spezielle Weinprobe zwar bei uns im Büro, doch fortan wollen wir nicht mehr allein unsere guten Weine trinken, sondern sie mit Euch teilen. Unsere Idee: Wir wollen zu Euch nach Hause kommen und mit Euch und euren Freunden einen tollen Abend mit ganz vielen leckeren Weinen verbringen.
Damit Ihr wisst, was Euch demnächst erwartet, hier einmal die Beschreibung unseres ersten Wine Thursdays, der am 31.10.2013 stattfand:
Probiert wurden Weißweine der Weingüter Huff-Doll und Holzapfel.
Beide Weingüter sind schon seit der letzten Weine vor Glück mit im Boot und der Wine Thursday hat mal wieder gezeigt, dass wir den richtigen Riecher haben.

Das Weingut Huff-Doll existiert bereits seit über 160 Jahren und steht für exzellenten Wein, der über die Jahre immer und immer wieder verbessert und verfeinert worden ist. In unseren Gläsern befand sich der trockene Chardonnay von 2012, der trockene Riesling von 2012 und der 2012er Spätburgunder Blanc de Noir.
Unsere Meinungen zu diesen Weißweinen reichten von „eigentlich mag ich keinen trockenen Wein, aber der ist ganz lecker“, bis zu „leicht säuerlich, aber eine wärmende Säure. Fast schon an der Grenze zum Lieblichen“.
Der 2012er Chardonnay trocken hinterließ in unserer beschaulichen Runde das Bild eines Sommerweins, der mit seiner milden Säure und leicht süßlichen Note ideal ist, um ihn an einem heißen Sommerabend auf der Terrasse zu trinken. Eine wahre Explosion am Gaumen bietet der 2012er Spätburgunder Blanc de Noir. Einigen Probanden empfanden ihn zu sauer, doch viele waren geflasht und mussten erst einmal die richtigen Worte finden, um diesen verrückten Wein beschreiben zu können. Zu den vielen Aromen bietet der Wein eine erfrischende Säure. Last but not least der trockene Riesling aus dem Jahr 2012. Hier reichten die Kommentare von „Nicht so töffte!“, über „typisch trocken“, bis hin zu „Abwechslungsreich. Im Sommer eisgekühlt, perfekt!“.

Als unsere Gaumen auch nach diesen drei Weinen noch nach mehr Flüssigkeit ächzten, holten wir die Weißweine vom Weingut Holzapfel aus dem Kühlschrank. Jenes liegt in dem kleinen Örtchen Neckarsulm in Württemberg und existiert seit 1910. Ganz nach dem Motto „Wine rocks the world!“ entstehen dort einige der besten Weine, die man auf dem deutschen Weinmarkt finden kann. Und ins Glas kamen der 2012er Blanc de Noir, der trockene Rivaner von 2012, die feurige „Junge Wilde“ von 2012, der 2012er Grauburgunder Kabinett trocken sowie der 2012er Muskattrollinger Weißherbst. Und auch hier waren die Kommentare durchaus weit gestreut und reichten von Aussagen wie „Riecht als wäre er schlecht, schmeckt aber geil“ bis zu fast fachmännischen Weinbeschreibungen: „Der Geruch ist geprägt von einer leichten Pflaumennote, die sich auch im Geschmack wiederfinden lässt, gepaart mit einer sauren Note. Erst im Nachgeschmack kommen dann die roten Trauben durch.“
Der 2012er Blanc de Noir war vor allem etwas für die Augen. Außergewöhnliche Farbe, ideal zum Verschenken. Auch mit dem Geschmack konnte er punkten, was nicht zuletzt an der pflaumigen Note und der typischen Säure gelegen hat.
Wer jedoch kein großer Fan von Säure ist, der sollte dich einmal mit der „Jungen Wilden“ bekannt machen. Hier ist der Name definitiv Programm. Wild war vor allem die herausstechende Süße des Weines. Für manche verursachte diese zu viel Volumen, für andere stand dagegen eines genau fest: Das ist der Favorit des Abends.
Ein gutes Stück von beiden weist der 2012er Rivaner auf. Angenehme Noten von Mineralen und Äpfeln, die den Wein spritzig und leicht wirken lassen.
Als dann die ersten Mägen anfingen zu knurren, kam gerade der trockene Grauburgunder auf den Tisch. Was liegt da näher, als erst einmal rauszufinden, zu welchem Gericht dieser Wein am besten passen könnte. Geeinigt haben wir uns auf Pasta mit einer Kräuter-Sahne-Sauce, die die leichte Säure des Weines unterstreicht.
Schlussendlich der Muskattrollinger Weißherbst, der vor allem mit seiner Einzigartigkeit punkten konnte. Mineralisch, mit dezenten Aromen von Pflaume und Blumen. Viele empfanden diesen Wein als absoluten Favoriten und würdigten dies mit einem herzlichen „Kann man trinken das Zeug!“.

In einem waren wir uns alle einig: Selten hat man so intensiv und doch so gemütliche und voller Spaß über Wein gesprochen. Keine Spur von gehobenen und schnöden Weinverköstigungen, einfach nur nette Leute, guter Wein und eine tolle Atmosphäre. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Wine Thursday! Bilder des Spektakels gibt es übrigens auf unserer Facebook-Seite.
So viel zu den Impressionen von dem ersten Wine Thursday der Geschichte. Der nächste Termin wird am 21.11.2013 stattfinden. Wir werden natürlich berichten!

Viva el vino!