Am Donnerstag, den 21.11.2013 haben wir uns zum monatlichen Wine Thursday verabredet. Diesmal hatten wir die Damen und Herren vom Festival n.a.t.u.r. zu Gast. Als Thema hatten wir uns ein Weingut aus Frankreich, um genau zu sein, aus dem Gaillac, ausgesucht – das Weingut Domaine Bosc Long.
Das Weinbaugebiet Gaillac liegt im Südwesten Frankreichs und ist nach der gleichnamigen Stadt Gaillac benannt, welche sich knapp 50km von der Stadt Toulouse entfernt befindet. Hier hat sich der ehemalige Bochumer Andreas Rips niedergelassen und das Weingut Domaine Bosc Long übernommen, welches damals ein wenig verwaist war. Andreas Rips war im Juni bei uns zu Gast und hatte seine Gaillac Weine mit im Gepäck.

Und so haben wir die eine und die andere Flasche entkorkt und rege probiert.
Den Anfang machte der Domaine Bosc Long Chardonnay, Jahrgang 2012, welcher die typische Frucht eines Chardonnays mit sich bringt, aber ebenso mineralisch schmeckt und somit weit aus kräftiger wirkt. Kein typischer leichter Sommerwein, den man zwischendurch trinkt, sondern ein Weißwein, welcher zu einem trauten Abend, an dem ein Pastagericht mit ordentlich Würze serviert wird, wunderbar passt.

Der nächste Inhalt in unserem Glas: Der Domaine Bosc Long Cabernet-Sauvignon Rosé von 2012. Auch hier entdeck man sofort eine mineralische Note, welche man zuvor auch schon bei dem Chardonnay auf der Zunge spürte. Insgesamt ebenfalls ein wenig kräftiger als man es von einem Rosé erwarten würde.
Im Anschluss daran kam einer der französischen Rotweine auf den Tisch, der Domaine Bosc Long Braucol von 2010. Braucol ist eine sehr alte Rebsorte und nicht so geläufig. Das ist mal ein Wein, so richtig kraftvoll und mit Schwung, einen den man unbedingt abends trinken sollte, zu Fleischgerichten oder Käse. Er erinnert an Himbeer oder Waldfrucht, wobei das Aroma aus dem Barrique einen in einen durftenden Eichenwald katapultiert.

Zum Abschluss dann noch etwas zum runterkommen, etwas das einen krassen Gegensatz bildet, einen Domaine Bosc Long Muscadelle aus dem Jahr 2004. Und was soll man dazu sagen, er schmeckt wie ein Honigbonbon, welches man durch Karamell geschossen hat, eine starke Süße, welche nicht zu stark ist, sondern eher lieblich und lecker. Durchaus kann man den Domaine Bosc Long Muscadelle auch als Dessertwein benutzen, aber man kann ihn auch einfach mal so trinken als ob man zwischendurch eine Praline nascht.

Das war ein schöner Wine Thursday und wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten, mal schauen was uns dann einfällt. Mehr Fotos von dem zweiten Wine Thursday gibt es auf unserer Facebook Seite.