Der Sommer ist endlich in Deutschland angekommen – und mit ihm die 35°C. Bei diesen Temperaturen gilt eins ganz besonders: der Alkoholgenuss sollte nur unter größter Vorsicht stattfinden. Wer sich nun jedoch denkt, dass an solch einem heißen Sommertag doch ein Gläschen Weißwein her muss, der muss nun nicht verzweifeln, hier ist die perfekte Lösung:

Eine erfrischende Weißweinschorle!

Durch den geringen Alkoholgehalt und die zusätzliche, durch das Mineralwasser hinzugefügte, Kohlensäure ist die Weißweinschorle das ideale Sommergetränk.

Wir empfehlen ein Verhältnis von 1:1, so geht der Geschmack des Weines nicht verloren. Dabei solltet ihr darauf achten, dass das Mineralwasser keinen allzu starken Eigengeschmack hat. Um dies zu verhindern könnt ihr ein dezent mineralisiertes, kohlensäurehaltiges Mineralwasser verwenden. Einige Leute schwören sogar darauf, dass die Weißweinschorle besonders gut schmeckt, wenn das Mineralwasser aus derselben Region stammt, wie der Wein. Über diese These sollte sich jedoch jeder selbst eine Meinung bilden 😛

Wusstet ihr eigentlich, dass die Weißweinschorle in dem Weinbaugebiet Pfalz eine echte Tradition ist? Für eine pfälzische Schorle wird zumeist ein guter Riesling mit Mineralwasser gemischt und aus sogenannten Dubbegläsern getrunken. Das Dubbeglas fasst 0,5 Liter und sieht auf den ersten Blick ziemlich ulkig aus. Das Glas sieht nämlich nicht aus wie ein herkömmliches Glas, sondern besitzt 18 geschliffene Dubben, also Vertiefungen am Glas. Diese sollen bereits vor vielen hundert Jahren von Metzgern und Schlachtern erfunden worden sein und sorgten dafür, dass den Metzgern beim Schlachten nicht das Glas aus den fettigen Fingern fiel. In der Pfalz ist es sogar strengstens untersagt die Weißweinschorle aus kleineren Gläsern zu trinken. Solltet ihr also einmal in der Pfalz sein, dann werdet ihr sofort als Nicht-Pfälzer enttarnt, sobald ihr im Restaurant oder an der Bar „eine kleine Schorle“ bestellt. Die geringe Menge ist an dieser Stelle jedoch nur Fauxpas Nummer eins. Der zweite Fehler liegt im Artikel, denn in der Pfalz trägt die Schorle den männlichen Artikel.

Bei diesem Thema werdet ihr übrigens auf Weinliebhaber treffen, die eine Weißweinschorle als absolute Beleidigung für jeden guten Weißwein empfinden. Vor allem die Pfälzer sind da jedoch ganz anderer Meinung. Demnach muss ein Schorlewein sogar einen sehr guten Weißwein enthalten, der leicht, spritzig und vor allem fehlerfrei ist. Denn wer glaubt, dass das Mineralwasser den Geschmack verblassen lässt, der irrt. Die zusätzliche Kohlensäure soll Fehler im Wein nämlich sofort in den Vordergrund rücken. Für die nächste Diskussion mit einem Weißweinschorle-Verächter seid ihr somit nun gewappnet!

Sollte bei euch demnächst eine kleine Gartenparty anstehen, bei der es Weißweinschorle geben soll, dann gibt es hier noch einen kleinen Tipp: Stellt die Wasserflaschen einfach auf die Tische, so können sich eure Gäste ihre eigenen Schorlen mischen, denn nicht jeder mag Weißwein und Wasser in einem 1:1 Verhältnis.

Ansonsten könnt ihr aber auch mal andere Weine als Schorle probieren und ein wenig testen. So sind wir in einer Pfälzer Straußenwirtschaft über eine Schorle aus einem halbtrockenen Grauburgunder gestolpert – sehr zu empfehlen. Eine super Wahl ist natürlich auch immer unser Glück Auf Küwee Weißwein!

Also: holt mal euren Lieblingsweißwein aus dem Kühlschrank und lasst euch ne Schorle schmecken! Am besten im Garten mit den Füßen in einem kleinen Pool oder einem Eimer mit kaltem Wasser.

Cheers!

Weitere leckere Weinmixgetränke:

 

Mit Weißweinschorle gefülltes Dubbeglas