Weinberge
Januar 15, 2015 Allgemein Keine Kommentare

Allgemein bekannt ist ja, dass Wein aus Weintrauben hergestellt wird und Weintrauben sind nun mal Früchte einer Pflanze. Pflanzen brauchen, wie wir wissen, bestimmte klimatische Bedingungen, um gut zu gedeihen und zu wachsen. Doch was sind gute klimatische Bedingungen für Weinreben, damit wir leckere Weine erhalten?

Der erste Schritt zu einem vorzüglichen Wein ist, dass die Weinreben austreiben. Dabei gilt umso früher desto besser. Durch einen frühen Zeitpunkt hat die Pflanze eine längere Vegetationsperiode. Also im Klartext heißt das für Weinliebhaber, ist es am Besten, wenn der Frühling früh einsetzt. Problem dabei ist nur, dass es dann nicht nochmal gefrieren darf, da sonst natürlich die zarten kleinen Triebe erfrieren und sich nur schwer erholen können.

Was für die Austriebe der Pflanze gilt, gilt auch für die Blüten, was uns zu Schritt zwei führt. Auch hier ist ein früherer Zeitpunkt immer gern gesehen. Aber auch die Blüten müssen mit den Witterungen kämpfen. Übermäßiger Niederschlag in der Blütezeit kann nämlich dazu führen, dass die Beeren an ein und der selben Traube unterschiedlich reifen.

Jetzt aber genug von Kälte und Regen und schnell zu Schritt drei: den Beeren. Diese brauchen Sonne davon nicht gerade wenig. Eine hohe Sonneneinstrahlung ist für die Weintraube perfekt. Sie darf aber keiner extremen Hitze ausgesetzt werden. Hin und wieder sollte es aber auch im Sommer regnen, denn wie gesagt Pflanzen brauchen Wasser und zu große Trockenheit kann die Entwicklung der Aromen blockieren.

Irgendwann kommt dann der Tag der Tage und die Weinlese steht an (bzw. wohl eher die Wochen der Wochen, da wohl kaum ein Winzer seine gesamte Lese an einem Tag schafft). Zu dieser Zeit sollte ein trockenes Wetter herrschen, da bei Regen die Beeren aufquellen und faulen können. Der Zeitraum für die Lese ist natürlich je nach Rebsorte und Klimazone unterschiedlich und deswegen ist sie für jeden Wein individuell. Als Faustregel kann man aber sagen, dass die Lese ungefähr 100 Tage nach Blüte sein sollte.

Natürlich variieren auch die Bedingungen während der Blüte und das Reifen der Früchte je nach Traube und Klimazone. So ist in den nördlicheren Gebieten Deutschlands ein warmer Sommer sehr entscheidend. Dagegenist ein heißer Sommer im Süden Frankreichs nicht ganz so bedeutend, dafür aber ein trockener Herbst oft ausschlaggebend.

Die aufgezählten Punkte sind also nur ein grobes Raster, an das sich jeder Winzer ganz individuell anpasst, damit seine Trauben perfekt werden. Außerdem fließt ja nicht nur das Wetter in den Geschmack des Weins ein. Natürlich hängt es auch vom Boden ab, den Rebsorten und natürlich im großem Maß von der Arbeit des Winzers.

Jetzt drücken wir also alle mal fest die Daumen, dass das Jahr 2015 ein gutes Weinjahr wird, damit wir in den nächsten Jahren weiterhin leckere Weine trinken können.

Wer sich jetzt nicht mehr so ganz genau an die Wetterbedingungen der letzten Jahre erinnern kann für den gibt es hier einen tollen Jahrgangführer. Vielleicht versteckt sich bei euch im Keller ja noch ein wahrer Schatz.