Hahn
Februar 11, 2014 Allgemein Keine Kommentare

Dank Til Schweigers Komödie ,,Kokowääh‘‘, aus dem Jahr 2011, wissen wir alle, dass Coq au Vin (französisch: ,,Hahn im Wein‘‘) ein klassisches französisches Geflügelgericht ist, welches sogar der schlechteste Koch weltklasse zubereiten kann. Doch was steckt eigentlich hinter der Geschichte?

Vor einigen hundert Jahren waren Geflügel und besonders Hühner heiß begehrt bei der Bevölkerung in Frankreich , da es das einzige erschwingliche Fleischnahrungsmittel war. Hühner sind einfach zu halten, benötigen nur wenig Pflege und Kräuter- und Gewürzaromen werden gut und schnell aufgenommen. Diese Vorteile waren zur damaligen Zeit aufgrund der begrenzten Konservierungsmöglichkeiten, ein absolutes Muss.

Als eines Tages die Steuereintreiber in die Dörfer kamen, wussten alle Bürger Bescheid und versteckten ihre wenigen wertvollen Waren so gut es ging. Eine Frau vergaß jedoch den Zeitpunkt der Kontrolle und war gerade dabei in ihrer Küche die Hühner zu rupfen, als die Steuereintreiber vor ihrer Tür standen. Sie wusste auf die Schnelle nicht wohin mit ihren Hühnern, bis sie das große Rotweinfass bemerkte, in welches sie die bratfertigen Hühner legte. Die Steuereintreiber konnten nichts in ihrem Haus finden. Da sie jedoch wussten, dass die Bürger immer wieder neue Ideen entwickelten, um ihre Wertsachen zu verstecken, blieben sie bei einer Kontrolle mehrere Tage in dem jeweiligen Dorf. Nach drei Tagen waren sie endlich fort. Die Frau war traurig um ihre Hühner, jedoch wollte sie diese nicht einfach wegschmeißen. Sie wusch sie gründlich ab und ließ sie mit Kräutern und Gemüse schmoren, wodurch sich ein himmlischer, intensiver Duft entfaltete, der das ganze Dorf anlockte. Die Menschen waren nicht nur von dem Duft und dem Geschmack dieser neuen Delikatesse begeistert, sondern sie hatten auch noch ein neues Versteck sowie eine neue Konservierungsmöglichkeit gefunden. Das berühmte Coq au Vin Rezept war geboren.

Mittlerweile gibt es unzählige Zubereitungsformen von Coq au Vin. Entscheidend ist der passende Wein! Wichtig dabei ist, dass keine Barriqueweine verwendet werden, da bittere Gerbstoffe beim Kochen das Essen verfälschen. Traditionell wird das Gericht mit französischem rotem Burgunder zubereitet, weil dieser fruchtig und vollmundig ist und seine sanften Tannine den Geschmack des Gerichts unterstreichen. Mein Tipp: Probiert doch mal den ,,Clos du Liron‘‘ von 2011 vom Weingut Michel Sarrazin et Fils dazu. Leicht, fruchtig und perfekt zu unserem Coq au Vin!