März 22, 2017 Allgemein Keine Kommentare

Der Eine oder Andere hat es bestimmt schon einmal erlebt: Man hat ganz gemütlich sein Gläschen Wein ausgetrunken, greift danach zur Flasche Bier und plötzlich hört man irgendwen sagen:

„Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier das rat ich dir!“

Aber stimmt das so?

 

Auf den Spuren des Sprichworts

 

Dieses uralte Sprichwort existiert bereits seit dem Mittelalter. Wein war damals ein Privileg, was sich die Meisten nicht leisten konnten und deshalb trank man eben Bier. Hatte man jedoch irgendwann die Taler übrig, um sich Wein leisten zu können, galt das als sozialer Aufstieg. Dementsprechend stellte es einen Statusverlust dar, wenn man danach wieder Bier trinken musste und daraus ergab sich dann die Devise: kein Bier nach Wein!

Glücklicherweise ist guter Wein nicht mehr den Reichen vorbehalten, deshalb ist die Reihenfolge in der man Wein und Bier zu sich nimmt egal. In anderen Ländern gelten sogar ganz andere „Trinkregeln“ –  in England heißt es zum Beispiel:

 

„Beer after wine and you‘ll feel fine”

 

Was zu deutsch so viel wie: „Bier auf Wein und dir geht es gut“ heißt. Die Franzosen hingegen haben ihr eigenes Sprichwort zu der Reihenfolge, in der man Wein zu sich nehmen sollte: –„Rotwein auf Weißwein und dem Magen geht es gut – Weißwein auf Rotwein und alles muss raus“.

 

„Blanc sur rouge, rien ne bouge – Rouge sur blanc, tout fout le camp“

 

Wieso dann der schlimmere Kater?

 

Obwohl die Reihenfolge von Bier und Wein keine Rolle spielt, fühlen wir uns trotzdem noch schlimmer als sonst, wenn wir Alkohol durcheinander trinken. Entscheidend für die Intensität unseres Katers ist dabei die Menge und die Qualität des Alkohols.

Wir neigen dazu mehr zu trinken, wenn wir unseren Vorsatz von: „Heute bleibe ich bei..“ über Bord werfen und anfangen, mehrere Arten von Alkohol zu trinken. Ganz egal wie gern wir Wein trinken, unseren Geschmacksnerven wird im Laufe der Zeit langweilig. Deshalb trinken wir automatisch langsamer und dadurch weniger. Mit einer neuen Art von Alkohol kommen wieder neue Anreize ins Spiel die uns dazu bringen, wieder schneller und so im Endeffekt mehr zu trinken. Das macht sich dann am nächsten Morgen in Form von bösen Kopfschmerzen bemerkbar.

Am schlimmsten sind diese, wenn in der wilden Mischung Cocktails, kohlensäurehaltige Getränke oder Liköre vorhanden sind, da diese besonders schnell ins Blut gehen oder wir zu billigem Fusel greifen, in dem kleine Mengen Methanol vorhanden sind.

 

Was lernen wir daraus?

 

Will man sich also mal einen lustigen Abend gönnen und dem Kater danach entfliehen sollte man sich an 2 einfache Regeln halten. Bei einer Art Alkohol bleiben und dabei ein bisschen tiefer in die Tasche greifen als als bei der billigsten Variante

Wie wärs also mit unseren „Glück auf Küwee“? Wir haben gehört, das soll super funktionieren. In diesem Sinne:

Glück auf!